NH-2800 Jugendheim Marbach gGmbH

Jugendheim Marbach gGmbH Jugendwohngruppe Weidenhausen NH-2813

Poitiers Straße 5
35037 Marburg

Telefon: 06421-5902016

E-Mail: weidenhausen(at)jugendheim-marbach.de

Ansprechpartner:

Julia Gottwald, Martina Szielenski, Dominik Lorentz, Gerald Maiworm

Mitgliedschaften:

DPWV - IGfH - IKH-Hessen

Gründungsjahr:

2015

Gesetzliche Grundlagen:

§ 27 SGB VIII - Hilfe zur Erziehung i. V. m. § 34 SGB VIII - Heimerziehung, sonstige betreute Wohnform § 35a SGB VIII - Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche § 41 SGB VIII - Hilfe für junge Volljährige, Nachbetreuung § 42 SGB VIII - Inobhutnahme

Zielgruppe:

Die integrative Jugendwohngruppe Weidenhausen richtet sich an unbegleitete minderjährige Ausländer und deutsche Jugendliche ab 14 Jahren. Durch das gemeinsame Wohnen und Leben von unbegleiteten minderjährigen Ausländern und deutschen Jugendlichen soll ein interkulturelles (Kennen-) Lernen von Beginn an ermöglicht und gefördert werden und somit vorhandenen Vorurteilen, Stigmatisierungen und Abgrenzungen entgegengewirkt werden. Die Betreuung erfolgt in vollstationärer Form über Tag und Nacht.

Platzzahl:

9

Aufnahmealter:

ab 14 Jahre

Betreuungsalter:

bis zur Verselbständigung

Stellenschlüssel:

1:1,8

Stellenschlüssel:

Sämtliche pädagogischen MitarbeiterInnen entsprechen den Vorgaben des Fachkraftgebotes

Standort:

Stadt Marburg - Innenstadt

Wohnform:

von außen betreute Wohngruppe

Weitere Informationen

DIE EINRICHTUNG

Die Kernziele der pädagogischen Arbeit in der Jugendwohngruppe sind:

-          gezielte Förderung von intellektuellen, emotionalen und sozialen Fähigkeiten unter Berücksichtigung der persönlichen Grenzen und Möglichkeiten hin zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit

-          Abbau des durch Flucht und Migration entstandenen Entwicklungsaufschubs

-          Integration in Schule, Ausbildung, Beschäftigung und das Gemeinwesen

-          Entwicklungsförderung und Verbesserung der Erziehungsbedingungen in der Herkunftsfamilie

-          Rückkehr in die Familie oder

-          Lebensform auf längere Zeit mit Vorbereitung auf eine selbständige Lebensführung

 

In der Hilfeplanung werden insbesondere folgende allgemeine Ziele verfolgt:

-          Unterstützung bei der Sicherung des Aufenthaltsstatus

-          Integration in eine Regelschule in Kooperation mit den Schulen vor Ort

-          Erwerb deutscher Sprachkenntnisse

-          Erwerb eines qualifizierten Schulabschlusses

-          gelingender Übergang von Schule in Ausbildung oder Studium,

-          berufliche Qualifizierung

-          Integration in die bundesdeutsche Gesellschaft

-          Pflege der eigenen kulturellen und religiösen Identität

-          Förderung der Kontakte zur Herkunftsfamilie und von Familienbeziehungen soweit vorhanden

-          Befähigung zum Umgang mit traumatischen Erfahrungen, der Trennung von der Familie, der Fluchtgeschichte und evtl. existierende Zwangskontexte

-          Verselbständigung mit Kenntnissen über Beratungsangebote auch im Hinblick auf die ausländerrechtliche Situation

-          Unterstützung bei der Persönlichkeitsentwicklung und zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung

-          Unterstützung beim eventuellen Wunsch einer freiwilligen Rückkehr in das Herkunftsland oder Weiterwanderung in ein aufnahmebereites anderes Land

 

Alltagsversorgung:

-          Die Unterstützung, Förderung und Befähigung zur Eigenversorgung hat einen hohen konzeptionellen Stellenwert.

-          Die pädagogischen Fachkräfte und die Hauswirtschaftskraft unterstützen die jungen Menschen bei der Herstellung der Mahlzeiten, bei der Reinigung und Pflege der Zimmer und Gemeinschaftswohnbereiche und bei der Wäschepflege.

 

 DAS TEAM

 

Das Team ist multiprofessionell besetzt. Das pädagogische Team setzt sich ausschließlich aus pädagogischen Fachkräften zusammen. Das Team kann Fort- und Weiterbildungen aus verschiedenen Bereichen in die Arbeit einbeziehen und wird regelmäßig supervisorisch begleitet.

 

Pädagogische Förderstelle:

 

Für die besondere Herausforderung der Integration und Bildung der unbegleiteten minderjährigen Ausländer wird zusätzlich zum Gruppendienst eine pädagogische Fachkraft als Förderstelle in der Wohngruppe verortet. Die Fachkraft ist in der Verknüpfung von Erziehungs- und Bildungsauftrag zwischen Schule und Wohngruppe mit praktischen alltagsbezogenen Angeboten tätig.

 

Eltern- und Familienberatung:

 

Fester Bestandteil der stationären Hilfe ist die regelmäßige, verbindliche Zusammenarbeit/Beratung mit den Familienangehörigen (Eltern, ggf. Großeltern u.a.) der untergebrachten Jugendlichen durch die trägereigene pädagogische Eltern- und Familienberatung. Dies umfasst:

 

-      Den Angehörigen die Möglichkeit eröffnen, ihre Konfliktsituation und die ihres Kindes zu reflektieren, aufzuarbeiten und im begleiteten Kontakt mit ihrem Kind und der Jugendhilfeeinrichtung zu sein.

 

-      Die Verbindung zwischen den beiden Lebenswelten Familie und Jugendhilfeeinrichtung herstellen und die Gründe, die zur stationären Unterbringung geführt haben, bearbeiten.

 

-      Veränderungsprozesse bei dem Jugendlichen und im Elternhaus in Gang setzen, die entsprechend der Hilfeplanung mit dem zuständigen Jugendamt die Rückführung des Jugendlichen ermöglichen, vorbereiten und begleiten.

 

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