NH-2800 Jugendheim Marbach gGmbH

Jugendheim Marbach gGmbH Tagesgruppe Schwanallee NH-2811

Schwanallee 44
35037 Marburg

Telefon: 06421 / 309 370

E-Mail: thg(at)jugendheim-marbach.de

Internet: http://www.jugendheim-marbach.de/index.php?id=10

Ansprechpartner:

Lukas Figura, Claudia Moldenhauer

Mitgliedschaften:

DPWV - IGfH - IKH-Hessen

Gründungsjahr:

1999

Gesetzliche Grundlagen:

§27 i.V.m. 32 SGB VIII

Zielgruppe:

Kinder aus Familienzusammenhängen, die als System insgesamt einer intensiven Unterstützung bedürfen und eine solche Hilfestellung annehmen können.

Platzzahl:

11

Aufnahmealter:

6 bis 12 Jahre (im Einzelfall darüber hinaus)

Betreuungsalter:

bis 14 Jahre (im Einzelfall darüber hinaus)

Stellenschlüssel:

1:3,5

Stellenschlüssel:

2 Dipl. PädagogInnen, 2 Erzieher

Standort:

Stadtmitte Marburg

Wohnform:

Tagesgruppe

Weitere Informationen

Weitere Informationen:

DIE EINRICHTUNG

Die familienergänzende Tagesgruppe Schwanallee bietet Platz für elf Kinder und Jugendliche im Alter von 6-14 Jahren. Sie ist eine zeitlich begrenzte Maßnahme, mit dem Ziel, in Zusammenarbeit mit der Familie Erziehungsschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten der Kinder zu beheben. Mithilfe des Beziehungsangebots und strukturierten Tagesablaufs lernen die Kinder und Jugendlichen Entwicklungs- und Erziehungsdefizite auszugleichen, sowie neue Perspektiven zu entwickeln.

DAS TEAM

Der Stellenplan sieht 3,5 pädagogische Fachkräfte, sowie 0,6 Stelle einer Kollegin von der Ambulanten Beratung (AmBera), bei einer Belegung mit 11 Kindern vor. 

Das multiprofessionelle Team kann Weiterbildungen aus den Bereichen Motopädie, Abenteuerpädagogik, Natur- und Wildnispädagogik, Sozial- und Gesundheitsmanagement, sowie systemischer Familientherapie in die Arbeit einbeziehen und wird regelmäßig supervisorisch begleitet.

Neben den hauptamtlichen MitarbeiterInnen vervollständigen eine Jahrespraktikantin und eine Hauswirtschaftskollegin das Team.

UNSER ALLTAG

In der ganzjährig geöffneten Tagesgruppe (außer 3 Wochen Sommerferien, 1 Woche Osterferien, Tage zwischen Weihnachten und Neujahr) werden die Kinder montags bis freitags in der Zeit von 11.00 bis 18.00 Uhr betreut. Darüber hinaus gibt es zweimal pro Monat ein Angebot am Wochenende für die älteren Kinder.

Die Unterbringung in der Tagesgruppe akzeptiert zum einen die Notwendigkeit von Entlastung; zum anderen begrenzt sie die Gefahr von Brüchen in den Identitäten von Kindern und Eltern.

Die Lebensweltorientierung von Tagesgruppen besteht primär in der grundsätzlichen Akzeptanz der Lebenswelt des Kindes. Die Lebensgemeinschaft erfährt Unterstützung bei der Wahrnehmung der Verantwortung für das Kind, wird aber nicht aus dieser Verantwortung entlassen.

Ziele der Tagesgruppenarbeit

  • Unsere Ziele sind orientiert an der Sicherung des Verbleibs des Kindes in der Familie:
  • offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Kindern und Jugendlichen und ihren wichtigsten Bezugspersonen
  • Stärkung der Familie (Erziehungsfunktion)
  • Erweiterung des Verhaltensrepertoires der Kinder und Familien
  • Aufbau eines sozialen Netzes
  • reflektierte Anpassung an gesellschaftliche Anforderungen und Leistungsanforderungen der Schule
  • Erweiterung der Möglichkeiten in sozialer, emotionaler, intellektueller, motivationaler Hinsicht zur Förderung individueller Fertigkeiten und Fähigkeiten (z.B. neue Interessen im musischen/sportlichen Bereich)
  • Selbstwertstärkung durch Aufbau eines positiven Selbstbildes

Erziehungsplanung

  • differenzierte Verhaltensbeobachtung des Kindes, der Familien und der gemeinsamen Interaktion
  • Erziehungsplanung im Team, in der kollegialen Beratung und in der externen Supervision
  • regelmäßige interne Dokumentation von Entwicklungsverläufen
  • Mitwirkung im Hilfeplanverfahren gem. § 36 SGB VIII
  • Förderung des Sozialverhaltens
  • Gestaltung eines strukturierten Gruppenalltags, der die individuelle Entwicklung des einzelnen genauso wie die Beziehungen der Kinder untereinander und zu den Erwachsenen fördert
  • die Gruppe als Lernfeld für das Einüben von Regeln und die Aushandlung von akzeptierten Formen des Umgangs mit anderen
  • regelmäßige Gruppengespräche zur Reflexion des eigenen Verhaltens und als Chance, Konflikte auszutragen und zu bearbeiten sowie Konfliktlösungsstrategien zu entwickeln
  • Vermittlung gesellschaftlicher Werte und Normen
  • Förderung der Persönlichkeitsentwicklung
  • Alltagsbegleitung der Kinder unter Berücksichtigung ihrer aktuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten und ihrer positiven und negativen biographischen Erfahrungen
  • Vermittlung von emotionaler Sicherheit durch die Kontinuität und Verlässlichkeit von Beziehungen
  • Förderung von Alltagsbewältigung und Selbstständigkeit
  • altersgemäße Vermittlung lebenspraktischer Fertigkeiten (wie z.B.: Kochen, Einkäufe, alltagsbezogene handwerkliche Fertigkeiten, wohnliche Gestaltung des Umfeldes)
  • Förderung der körperlichen Entwicklung und der Gesundheit
  • Gesundheitserziehung - Vermittlung einer positiven Beziehung zum eigenen Körper und dessen Pflege
  • Sexualerziehung unter Berücksichtigung der Geschlechterrolle und der zum Teil schädigenden und verletzenden Erfahrungen des einzelnen Kindes
  • Medienerziehung- Vermittlung von Medienkompetenzen und Orientierung im Umgang mit den alltäglichen Kommunikationsmedien (Computer, Handy, Chat, E-Mail etc.)
  • handwerkliche und kreative Fähigkeiten vermitteln und fördern mittels gezielter Projektarbeit
  • Weiterentwicklung motorischer sportlicher Fähigkeiten und Fertigkeiten mittels Bewegungs- und Sportspiele. Motopädagogische Angebote und Reitunterricht können bei entsprechender Nachfrage wahrgenommen werden

Förderung der schulischen und beruflichen Entwicklung

  • festgelegte Hausaufgabenzeit, möglichst selbstständige Erledigung der Hausaufgaben, intensive Kooperation mit Lehrern in Bezug auf Lernschwierigkeiten und Konzentrationsschwächen, individuelle Bezugnahme auf das Kind
  • Verantwortliche individuelle Planung, Gestaltung und Kontrolle der schulischen Ausbildung - Ausgleich schulischer Defizite durch die pädagogischen MitarbeiterInnen oder Vermittlung spezieller Hilfs- und Förderangebote, enge Kooperation mit Schule
  • Förderung von Interessen und Fähigkeiten
  • Förderung von Freizeitmöglichkeiten und -aktivitäten in Vereinen und Initiativen

Grundversorgung

  • Wahrnehmung der Aufsichtspflicht im Rahmen der Betreuung der Kinder und Jugendlichen durch pädagogische Fachkräfte
  • Bereitstellung von kindgerechten Räumlichkeiten und ganzjährig zu nutzenden Außenflächen, mit Spielfläche für Ballspiele und einem Gartenbereich
  • Raumangebote für die ungestörte Beschäftigung mit Hausaufgaben, Ruhebereiche und Rückzugsmöglichkeiten sowie Räume zum Basteln, Werken und gemeinschaftliche Aktivitäten
  • ausreichend große Räume für gemeinschaftliche Aktivitäten
  • ein Büroraum sowie ein Besprechungszimmer für Familienberatung und Hilfeplangespräche
  • Bereitstellung eines warmen Mittagessens sowie Zwischenmahlzeiten mit Getränken
  • zwei Gruppenbusse für gemeinsame Ausflüge und Aktivitäten, sowie für das Bringen und Abholen der Kinder, wenn dies geboten erscheint
  •  Organisation und Durchführung einer mehrtägigen Ferienfreizeit in den Sommerferien (ohne Sachkosten)

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