NH-2800 Jugendheim Marbach gGmbH

Jugendheim Marbach gGmbH Kinderhaus für Mädchen Niederwald NH-2808

Obergasse 30
35274 Kirchhain-Niederwald

Telefon: 06422-5544

E-Mail: nw(at)jugendheim-marbach.de

Internet: http://www.jugendheim-marbach.de/index.php?id=23

Ansprechpartner:

Petra Ludwig, Sylvia Ackermann

Mitgliedschaften:

DPWV - IGfH - IKH-Hessen

Gründungsjahr:

1992

Gesetzliche Grundlagen:

§27 i.V.m. §34 SGB VIII - §41 i.V.m. §34 SGB VIII - §35 SGB VIII - §35a SGB VIII - §39 i.V.m. §100 BSHG

Zielgruppe:

Mädchen

Platzzahl:

5

Aufnahmealter:

6 bis 12 Jahre (im Einzelfall auch älter)

Betreuungsalter:

bis zur Verselbständigung

Stellenschlüssel:

1:1,8

Stellenschlüssel:

2 x Erzieherin, 1 Dipl. Pädagogin

Standort:

Dorf

Wohnform:

mitwohnend, getrennte Haushalte

Weitere Informationen

Weitere Informationen:

DIE EINRICHTUNG

Das Kinderhaus Niederwald bietet fünf Mädchen mit allen denkbaren Problemlagen (ausgenommen akute Psychosen und massive Suchtmittelabhängigkeit) im Alter von etwa 6-14 Jahren ein geschütztes Zuhause. Durch die kleine Gruppe und eine im Haus wohnende Team-Kollegin gestaltet sich das Zusammenleben intensiv und emotional dicht.

DAS TEAM

Das multiprofessionelle Team arbeitet gleichberechtigt und eigenverantwortlich im Kinderhaus. Die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen können Fort- und Weiterbildungen aus verschiedenen Bereichen in die Arbeit einbeziehen und werden supervisorisch begleitet. Eine Jahrespraktikantin und eine Hauswirtschaftskollegin vervollständigen das Team.

UNSER ALLTAG - UNSER LEBEN - UNSERE ARBEIT

Unsere Arbeit ist der gemeinsame Alltag in der Gruppe. Dabei gilt unser Hauptaugenmerk dem Aufbau von tragfähigen Beziehungen, die die Grundlage individueller Entwicklungsmöglichkeiten sind. Der gemeinsame Alltag bietet den Mädchen korrigierende Erfahrungen durch soziales Lernen und emotionales Aufgehobensein.

Wir achten und fördern die Individualität jedes Mädchens und sehen sie als Bereicherung unseres Gruppenlebens.

Wir bieten den Mädchen ein Zuhause neben ihrem ursprünglichen Zuhause. Wir achten darauf, dass beide Lebenswelten für die Mädchen lebbar sind, indem wir Verbindung zwischen beiden herstellen und gestalten, z.B. durch gegenseitige Telefonate und Besuche.

Im Kinderhaus Niederwald können Mädchen in der Gemeinschaft mit Mädchen einen angstfreien Raum finden, in dessen Schutz sie ihr Selbstbewusstsein stärken und Selbstwertgefühl entwickeln können. Hier sind – im Kernteam – ausschließlich Frauen Ansprechpartnerinnen und Begleiterinnen der Mädchen im Alltag.

Unser pädagogisches Konzept stützt sich auf langjährige praktische Erfahrungen und theoretische Auseinandersetzung mit mädchenspezifischen Angeboten in der Jugendhilfe:

Wir gehen davon aus,

 

  • dass Mädchen in ihrer geschlechtlichen Identität geprägt sind von in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen und den daraus resultierenden, aktuell (selbst-) behindernden Konsequenzen auf der Handlungs-, Erlebens- und Gefühlsebene. Dabei handelt es sich nicht ausschließlich um Traumatisierungen im sexuellen Bereich. 
  • dass Mädchen sich angenommen fühlen wollen, so wie sie sind. Verhalten, das emanzipatorischen Gesichtspunkten entgegensteht, kann gezeigt, aber auch hinterfragt werden. 
  • dass Mädchen aus einer Position der Sicherheit heraus – aus ihrer Biographie zu erklärendes – inadäquates Verhalten zeigen können, es zum Thema machen und mit neuen Verhaltensweisen experimentieren können.
  • dass die Bedeutung der Peergroup für einen Erfahrungsaustausch eine Rolle spielt mit dem Ziel, sich nicht mehr alleine zu fühlen, zu erkennen, dass nicht nur ich verletzende und kränkende Erfahrungen gemacht habe, dass nicht ich schuld bin, dass nicht ich verrückt bin, dass nicht ich die Verantwortung habe und letztendlich, dass nicht ich – durch soziale Isolation – weiterhin Opfer bleiben darf. Dieses soll im alltäglichen Umgang miteinander zum Tragen kommen und nicht beschränkt sein auf zeitlich begrenzte therapeutische Situationen. 
  • dass es Mädchen in ihren Existenz- und Entwicklungsbedingungen, unabhängig von ihrem biographischen Hintergrund, nützen kann, in ihrem unmittelbaren Wohnumfeld nicht auf männliche Bezugspersonen angewiesen zu sein.

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