NH-2800 Jugendheim Marbach gGmbH

Jugendheim Marbach gGmbH Jugendwohngruppe Erlengraben NH-2805

Am Brückchen 4
35037 Marburg/Lahn

Telefon: 06421-27959

E-Mail: eg(at)jugendheim-marbach.de

Internet: http://www.jugendheim-marbach.de/index.php?id=12

Ansprechpartner:

Dennis Niepel, Annabel Lohn

Mitgliedschaften:

DPWV - IGfH - IKH-Hessen

Gründungsjahr:

1976

Gesetzliche Grundlagen:

§27 i.V.m. §34 SGB VIII - §41 i.V.m. §34 SGB VIII - §35 SGB VIII - §35a SGB VIII - §39 i.V.m. §100 BSHG

Zielgruppe:

Kinder und Jugendliche, deren Recht auf Erziehung in der eigenen Familie - auch mit ambulant-stützenden Maßnahmen - nicht oder nicht ausreichend zu gewährleisten ist und deren aktuelle Situation eine Förderung in einer familiären Hilfeform nicht angezeigt erscheinen läßt

Platzzahl:

6

Aufnahmealter:

14 bis 18 Jahre (im Einzelfall auch älter)

Betreuungsalter:

bis zur Verselbständigung

Stellenschlüssel:

1:1,8

Stellenschlüssel:

2 Erzieherinnen, 2 Lehrer, 1 Erzieherin, 1 MA Außerschulische Bildung

Standort:

Innenstadt, verkehrsberuhigter Bereich

Wohnform:

von außen betreute Wohngruppe, mit einem in unmittelbarer Nähe gelegenen Außenwohnplatz als Hilfe zur Verselbständigung

Weitere Informationen

Weitere Informationen:

DIE EINRICHTUNG

Die Jugendwohngruppe Erlengraben nimmt sechs Jugendliche im Alter von 14-18 Jahren auf, die (z.B. nach einem stationären Klinikaufenthalt) nicht mehr in ihrem Elternhaus leben können oder wollen. Es gibt fünf Plätze im Wohnhaus und zusätzlich einen Außenwohnplatz im Nachbarhaus gegenüber; dieser ist für Jugendliche im Rahmen der Verselbstständigung vorgesehen.

DAS TEAM

Das multiprofessionelle Team arbeitet gleichberechtigt und eigenverantwortlich mit unterschiedlichen Stellenanteilen in der Jugendwohngruppe. Die hauptamtlichen MitarbeiterInnen können Fort- und Weiterbildungen aus den Bereichen Supervision, klientenzentrierte Gesprächsführung und Systemische Beratung in die Arbeit einbeziehen und werden supervisorisch begleitet. Eine Anerkennungspraktikantin oder ein Anerkennungspraktikant (in der Regel von einer Fachhochschule) und eine Hauswirtschaftskraft vervollständigen das Team.

UNSER ALLTAG - UNSER LEBEN - UNSERE ARBEIT

Die Jugendwohngruppe ist ein Ort zum Wohnen, der die Möglichkeit bietet, Probleme mit Hilfe von BetreuerInnen ohne Druck von Eltern zu lösen.

Das Zusammenleben in der Gruppe erfordert die Bereitschaft der jungen Menschen, gemeinsam mit uns problematische und hilfebedürftige Seiten an sich selbst anzugehen, Ressourcen und Kompetenzen zu entfalten und Perspektiven für das eigene Leben zu entwickeln. Für die Gruppe gilt ein allgemeines Alkohol- und Drogenverbot.

In einem mehrtägigen Probewohnen können das Miteinander im Haus und die hier lebenden Jugendlichen kennen gelernt werden.

Morgens kann gemeinsam gefrühstückt werden, um 13.30 Uhr gibt es gemeinsames Mittagessen. Die Betreuer kommen im 24-Stunden-Takt und übernachten im Haus. Für den Ausgang sind bestimmte Zeiten festgelegt. Dies ist in der Woche 22 Uhr und am Wochenende, altersabhängig und wenn nicht anders abgesprochen, 23 Uhr.

Die Jugendlichen haben jederzeit die Möglichkeit, jemanden zu besuchen, aber auch Besuch zu bekommen. Unter Umständen können sie auch über ein Wochenende wegfahren oder Besuch haben.

Allgemeine Zielsetzung der Arbeit in der Jugendwohngruppe ist, die jungen Menschen soweit wie möglich in die Lage zu versetzen, künftige Anforderungen im Erwachsenenalter eigenständig zu bewältigen. Dabei geht es sowohl um die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen als auch um ihre Befähigung zur gesellschaftlichen Integration.

Das Spezifische der Arbeit ist die gemeinsame Bewältigung des Lebensalltags in der kleinen Gruppe, in deren Rahmen soziale Beziehungen eingeübt, Abgrenzungsmöglichkeiten erprobt, Konflikte ausgetragen und bearbeitet werden.

Der Umgang mit eigenen Bedürfnissen und den Interessen Anderer und das Aushalten von Nähe und Distanz können gelernt werden. Die Gruppe bietet Schutz vor Einsamkeit und Isolation und die Möglichkeit, freie Zeit gemeinsam zu gestalten.

Wichtiges Element des pädagogischen Prozesses ist das Gruppengespräch, in dem es insbesondere um Regelungen des Interessenausgleichs, Konfliktbearbeitung, Verantwortlichkeiten, Freizeitplanung und die kritische Überprüfung der gemeinsamen Alltagsorganisation geht.

Ein System der Bezugsbetreuung konzentriert alle wesentlichen Momente der Arbeit mit einem bestimmten Jugendlichen bei einem Betreuer.

Dem Umstand, dass die Beziehung der Jugendlichen zu ihren Eltern in der Regel nicht abgebrochen ist, wird dadurch Rechnung getragen, dass eine Zusammenarbeit mit den Eltern in jedem Fall angestrebt wird.

Der Außenwohnplatz soll Jugendlichen, die bereits im Hause gelebt haben, mit weiterer intensiver Unterstützung auch in einem weniger durch die Gruppe strukturierten Rahmen ein Lernfeld zur Erprobung und Erweiterung ihrer Fähigkeiten ermöglichen, ohne dass dabei der schützende Rahmen der Gruppe aufgegeben werden muss.

Der Außenwohnplatz befindet sich in unmittelbarer Nähe des Hauses Erlengraben (Zwei-Zimmer-Wohnung mit integrierter Küche und Bad). Eine Direktaufnahme auf den Außenwohnplatz ist nicht vorgesehen. Die Betreuung durch das pädagogische Team der Wohngruppe gewährleistet personelle Kontinuität.

Bei Ablösung aus der Gruppe oder vom Außenwohnplatz kann eine Nachbetreuung (Betreutes Wohnen) in reduziertem Umfang vereinbart werden. Personelle Kontinuität kann – falls erforderlich – auch hier gewährleistet werden.

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